Seit 1982 KORONARSPORT SOEST e. V. - Seit 30 Jahren Koronarsport und mehr

 Herz-Kreislauf-Sport

Weshalb Herz-Kreislauf-Sport? Die ambulante wohnortnahe Herzsportgruppe, wie sie der KORONARSPORT SOEST e. V. anbietet, ist ein wichtiger Bestandteil in der Rehabilitationskette für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Für viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist sie eine feste Größe in ihren Planungen und ein Stück Lebensqualität. Sie finden dort Unterstützung, Anregungen und Hilfen bei der Krankheitsbewältigung, zur Stabilisierung ihrer allgemeinen Leistungsfähigkeit und nicht zuletzt bei der Veränderung ihrer alltäglichen Lebensführung.

Das Konzept der Herzsportgruppen basiert auf einem ganzheitlichen Verständnis von Rehabilitation und Gesundheit. Sie werden von speziell qualifizierten Übungsleiterinnen und -leitern und von im Rehabilitationssport erfahrenen Ärztinnen und Ärzten betreut.

Im Januar 2008 weist die Statistik 1585 Herzsportgruppen in Nordrhein-Westfalen aus.

Die gesetzlichen Krankenkassen erkennen Rehabilitationssport in Herzgruppen nach § 44 Abs. 1 Nr. 3 Sozialgesetzbuch IX als ergänzende Leistung zur medizinischen Rehabilitation an.

Gemäß § 4 Abs. 4.4.3 der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 01.10.2003 i. d. F. vom 01.01.2007 werden von den gesetzlichen Krankenkassen bei chronischen Herzkrankheiten 90 Übungseinheiten bewilligt, die in einem Zeitraum von 30 Monaten in Anspruch genommen werden können. Dort ist auch aufgeführt, bei welchen Befunden weitere Leistungen (Folgeverordnung oder erneute Verordnung) möglich ist.

Zu weiteren Informationen über dieses Krankheitsbild siehe GesundheitScout24 GmbH / Autor: Dr. med. Diedrich Bühler (Facharzt für Innere Medizin und Sozialmedizin), November 2001; aktualisiert durch Dr. med. Martina Waitz und Hans Georg Sparenborg (Fachärzte für Innere Medizin), Juli 2003.

Krebsnachsorge-Sport für Damen

Weshalb Krebsnachsorge-Sport für Damen? Eine frühzeitig eingerichtete Gruppe "Krebsnachsorge-Sport", ursprünglich für Patienten beiderlei Geschlechts gedacht, hat sich seit Beginn als reine Damengruppe entwickelt, und sie ist es auch heute noch, so dass sich später die Sinnhaftigkeit zeigte, parallel eine Gruppe "Krebsnachsorge-Sport für Herren" einzurichten. 

Im Juni 1988 startete der LandesSportBund Nordrhein-Westfalen e. V. (LSB) landesweit den Modellversuch "Sport in der Krebsnachsorge". Die noch heute gültigen Ziele wurden damals wie folgt umschrieben: Die Ziele eines Sportangebots in der Krebsnachsorge erstrecken sich von sozial-emotionalen bis zu körperlich-motorischen Aspekten. Amerikanische Forscher verglichen Patientinnen, die regelmäßig Sport treiben, mit Frauen, die sich nach ihrer Krebserkrankung nur "auf der Couch aufhalten". Dabei berichteten jüngere sportliche Patientinnen unter 50 Jahre über mehr Vitalität und weniger seelische Unruhe als die unsportlichen Frauen. Frauen über 50 Jahre litten, wenn sie sich regelmäßig körperlich betätigten, zudem seltener unter Angst, hatten weniger Depressionen.

Auch die Erfahrungen aus den Modellversuchen des LSB zeigten, dass ein sportliches Bewegungsangebot einen Beitrag zur psychischen und physischen Rehabilitation krebskranker Patienten zu leisten imstande ist. Das heißt konkret: Im medizinischen Bereich können durch Bewegung, Spiel und Sport eine Minderung der Therapiefolgen und Komplikationen sowie eine allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit und ein stärkeres Körperbewusstsein gefördert werden. Auch für die Krankheitsverarbeitung im emotionalen Bereich spielt das Bewegungsangebot eine wichtige Rolle. Es trägt dazu bei, die psychosozialen Belastungen abzubauen, anstatt sie zu verdrängen.

Nur wenige Wochen nach dem Start des Modellversuchs erreichte dieses Angebot auch den Raum Soest. Hier galt es, zunächst die fachlichen Voraussetzungen zu schaffen. Diese waren, nachdem Kreis-Medizinaldirektor Dr. Wulf Hense als betreuender Arzt gewonnen werden konnte und Heike Böhmer die Zusatzausbildung als "Übungsleiterin für Sport in der Krebsnachsorge" beendet hatte, schnell geschaffen.

Beide luden gemeinsam mit der Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V. Interessentinnen und Interessenten zur ersten Informationsveranstaltung ein, die am 30. Juni im Kreisgesundheitsamt stattfand. "Da wird man je wieder richtig flott", so wörtlich zeigten sich die Frauen (Männer waren nicht präsent) von der Idee angetan, in einer Gruppe Krebsnachsorge-Sport etwas für ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden tun zu können. Entsprechend reibungslos vollzog sich die Gründung dieser Gruppe. Schnell nahm diese ihre sportlichen Aktivitäten auf. Schon am 13. Juli 1988 trafen sich die Frauen im Gymnastikraum des Kreishauses, den das Kreisgesundheitsamt kostenlos zur Verfügung stellte, und machten von da an in der Zeit von 10 bis 11 Uhr jeden Mittwoch zu ihrer obligatorischen Sportveranstaltung.

Die Gründung der ersten Übungsgruppe hatte eine solche Resonanz, dass in 1993 eine weitere Übungsgruppe - in erster Linie für berufstätige und tagsüber unabkömmliche Patientinnen - eingerichtet wurde.

Die Fortführung dieses Bewegungsangebots konnte aber nur erfolgreich sein, wenn auch die organisatorischen Voraussetzungen gegeben waren und die fachliche Anleitung durch speziell ausgebildete Übungsleiter innerhalb eines Trägervereins zur Verfügung stand. Schließlich waren auch sportversicherungsbezogene Probleme zu beachten. Hier kam der Sachverhalt zu Hilfe, dass Dr. Wulf Hense und Heike Böhmer bereits seit Jahren erfolgreich in der Rehabilitation der Infarktsportler beim KORONARSPORT SOEST e. V. tätig waren. Was lag näher als die von der Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V. geäußerte Bitte um Aufnahme der Gruppe in den KORONARSPORT SOEST e. V., der ja bereits über ausreichende Erfahrungen in der Organisation und Durchführung des Behindertensports verfügte? Dieser Bitte konnte sich der Vorstand, der an dem betreffenden Wochenende unter dem Vorsitz von Dieter Krampe tagte, nicht verschließen; einstimmig beschloss er die Aufnahme der Sportgruppe zum 1. Juli 1988.

In der Zwischenzeit war aus kleinen Anfängen des Krebsnachsorge-Sports eine Sportgemeinschaft entstanden, die nicht nur in zwei Damengruppen den Sport betrieb, sondern der es durch den steten Zuwachs nicht mehr möglich war, in der Beengtheit des Gymnastikraums des Kreisgesundheitsamts eine adäquate Sporttherapie durchzuführen.

Schon anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des KORONARSPORT SOEST e. V. hatte Rainer Brügger, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Soest und des Kreissportbundes Soest e. V., eine gute Nachricht parat: bald werde der Verein, der derzeit noch auf drei Hallen verteilt aktiv ist, sich ganz in der Bodelschwingh-Schule niederlassen können. - Diese "Prophezeiung" wurde nach jahrelangen Bemühungen des geschäftsführenden Vorstands bald Wirklichkeit.

Sport in der Krebsnachsorge kann heute landesweit auf ein erfolgreiches Wirken Rückschau halten, und natürlich bedeutet für viele Betroffene aus dem heimischen Raum der Krebsnachsorge-Sport inzwischen mehr als nur physische Rehabilitation, er ist zugleich psychische Rehabilitation und damit ein Weg zurück in ein normales Leben.

Auch im KORONARSPORT SOEST e. V. hat sich die Gruppe "Krebsnachsorge-Sport für Damen" zu einer festen Gemeinschaft entwickelt mit engen persönlichen Kontakten. Das gibt Sicherheit und nimmt Ängste. Es besteht kein Zweifel, dass der KORONARSPORT SOEST e. V. mit der Übernahme der Krebsgruppe den Betroffenen im Sinne der mit der Vereinsgründung verfolgten Zielsetzung zu besserer Gesundheit und höherer Lebensqualität verholfen hat.

Quellen: www.krebshilfe.de, www.krebsgesellschaft.de

Krebsnachsorge-Sport für Herren

Hielten sich die Herren zurück, der ursprünglichen Gruppe "Krebsnachsorge-Sport" beizutreten, um diese vollständig den Damen zu überlassen, so bot der Verein bald den Herren Sporttherapie in einer Gruppe "Prostatakrebsnachsorge". Grund war die Ausgangstatsache, dass Prostatakrebs in Deutschland eine der häufigsten Todesursachen der männlichen Bevölkerung ist. Jährlich treten fast 50.000 neue Fälle auf, rund 11.000 Betroffene sterben daran. Prostatakarzinome nehmen heute in der Häufigkeit der verschiedenen Krebsformen in Deutschland den ersten Platz bei den Männern (22,3 %) ein, mit steigender Inzidenz. War bis vor wenigen Jahren noch der Lungentumor die häufigste Krebserkrankung des Mannes, so hat das Bild nun gewandelt.

Bald war jedoch zu vermerken, dass die psychologische Hemmschwelle bei Männern besonders hoch ist mit dem Ergebnis, dass die Gruppe von Anfang an eine äußerst geringe Teilnehmerzahl aufwies. Es bot sich also an, diese Hemmschwelle möglichst zu beseitigen, was nicht leichter zu bewrkstelligen war, als die Gruppe umzubenennen in "Krebsnachsorge-Sport für Herren" und sie zugleich Patienten mit anderen Krebserkrankungen zu öffnen, nämlich um Herren, die an der ursprünglichen Gruppe "Krebsnachsorge-Sport" nicht teilzunehmen gewillt waren, sondern, aus welchen Gründen auch immer, sie, wie schon ausgeführt, ausschließlich den Damen überließen.

Die Prostata ist Im Normalfall so groß wie eine Kastanie und hat auch ihre Form. Unterhalb des Blasenausgangs gelegen, umschließt sie die Harnröhre und bildet ein Sekret für die Samenflüssigkeit. Wird sie von Krebs befallen - wobei vor allem Männer über 60 Jahre betroffen sind -, kann ihre Entfernung notwendig sein. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate ist zwar günstig (weit über 80 %), aber natürlich hat eine solche Operation immer Konsequenzen für Seele und Körper eines Menschen. Eine typische Folge ist ungewolltes Wasserlassen (Inkontinenz).

Eine Studie, initiiert vom LandesSportBund Nordrhein-Westfalen e. V., unterstützt von der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e. V., durchgeführt vom Institut für Rehabilitation und Behindertensport der Deutschen Sporthochschule Köln, richtete ihr Augenmerk gezielt auf Prostatakrebspatienten in Krebsnachsorgesport-Gruppen. Der Einfluss von bewegungstherapeutischen Aktivitäten auf die physische, psychische und psychosoziale Ebene des Patienten nach einer Prostata-Operation sollte untersucht werden.

Der Start Anfang Januar 2007 mit der ersten Gruppe brachte schon bald positive Ergebnisse. Die Männer erlebten die Wirkung von Bewegung und Sport in der Gruppe im Hinblick auf die Stärkung ihrer gesundheitlichen Ressourcen sowie der Verringerung ihrer Risikofaktoren, so dass einzelne ihre individuellen gesundheitlichen Fortschritte in lobende Wort zu fassen verstanden.

Schon bald bildeten sich weitere Prostatakrebsnachsorge-Gruppen, gleichwohl kann der KORONARSPORT SOEST e. V. für sich in Anspruch nehmen, sich frühzeitig in das Angebot einer neuen wichtigen Sporttherapie eingebracht zu haben. 

Quelle: Wir im Sport 04.2007, Magazin des LandesSportBundes Nordrhein-Westfalen e. V.  

pAVK-Sport

Was ist eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)? Weshalb Sport bei pAVK? Die periphere arterielle Verschlusskrankheit, in der Regel der Beine, ist eine der häufigsten Erkrankungen der Schlagadern (Arterien). Die immer wiederkehrenden Schmerzen in den Beinen beim Laufen zwingen den Patienten zu häufigem Stehenbleiben, wie beim Schaufensterbummel. Daher spricht man auch von der "Schaufensterkrankheit".

Die Schmerzen entstehen durch Verengungen in den Beinarterien, die eine verminderte Muskeldurchblutung zur Folge haben. Häufig sind Raucher davon betroffen. Beim Fortschreiten der Erkrankung kann daher auch das so genannte "Raucherbein" entstehen.

Durch die schmerzbedingt verkürzte Gehstrecke wird der Patient demotiviert, sich zu bewegen oder gar Sport zu treiben. Dabei ist Gehen "die beste Medizin".

Gehtraining sollte regelmäßig etwa drei Mal am Tag durchgeführt werden. Patienten sollten dabei bis zur Belastungsgrenze gehen bzw. bis kurz bevor Schmerzen oder Ermüdung auftreten. Dann sollte eine kurze Pause eingelegt werden. Anschließend sollte weitergegangen werden. Hierdurch wird die beschwerdefreie Gehstrecke verbessert bzw. ihrer Verschlechterung entgegengewirkt. Alle Risikofaktoren der arteriosklerotischen Gefäßerkrankung werden hierdurch positiv beeinflusst; die Fließeigenschaften des Blutes werden verbessert. Mit Koordinations- und Gleichgewichtsübungen optimiert sich die Lauftechnik; verkürzte Muskeln werden gedehnt und Gelenke beweglicher.

Training sollte sinnvollerweise in einer Gruppe stattfinden, so beispielsweise im Rahmen einer Rehabilitations-Sportgruppe, wie sie der KORONARSPORT SOEST e. V. anbietet. Hier gewinnt man schneller wieder Freude und Spaß an Bewegung und Sport. Das sorgt für neues Selbstbewusstsein und neue soziale Kontakte.

Zu weiteren Informationen über dieses Krankheitsbild siehe GesundheitsScout24 GmbH / Autor: A. Gertner, August 2000; neu bearbeitet und aktualisiert durch Dr. med. Martina Waitz und Rita Kratzenberg (Fachärztinnen für Innere Medizin), Juli 2003.

Schlaganfall-Nachsorgesport

Was ist ein Schlaganfall? Weshalb Schlaganfallnachsorge-Sport? Unter einem Schlaganfall versteht man einen unvermittelt (schlagartig) einsetzenden Ausfall bestimmter Funktionen des Gehirns. Verantwortlich dafür ist in den meisten Fällen eine Mangeldurchblutung. Die betroffenen Gehirnbereiche reagieren auf die Blutfluss-Unterbrechung fast ausnahmslos sofort und stellen ihre Arbeit ein. Als Folge davon treten vielfach Sprach- und Sehstörungen, Bewusstseinstrübungen, Lähmungen und andere Ausfallerscheinungen auf. Dauert die Durchblutungsstörung länger an, gehen die nicht versorgten Nervenzellen unwiederbringlich zu Grunde. Aus den zunächst noch reversiblen Ausfallerscheinungen werden bleibende Funktionsverluste.

Der Schlaganfall ist keine einheitliche Erkrankung; der Oberbegriff "Schlaganfall", auch Apoplex oder Hirninsult genannt, wird vielmehr für eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen verwendet, die verschiedene Ursachen und damit auch unterschiedliche Therapien erfordern. Der Begriff wurde geprägt, als es noch nicht möglich war, die verschiedenen Formen und Ursachen dieser Erkrankung so zuverlässig festzustellen, wie es heute auf Grund der modernen Medizintechnik der Fall ist. Je nach Ursache sprechen Ärzte daher z. B. präziser vom "Hirninfarkt", wenn der Schlaganfall durch eine Mangeldurchblutung des Gehirns hervorgerufen wurde, oder von einer "Hirnblutung", wenn der Schlaganfall durch den Austritt von Blut in das Hirngewebe verursacht wurde.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland etwa 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Er ist der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Neben der körperlichen Beeinträchtigung leiden die Betroffenen häufig auch unter Störungen der Wahrnehmung und/oder unter seelischen Problemen. Oft sind soziale Probleme die Folge.

Krankengymnastik und Gedächtnis- und Konzentrationstraining sind zwei Schwerpunkte der Reha-Maßnahmen nach einem Schlaganfall. Krankengymnastische Übungen lockern Verkrampfungen, stärken die Muskulatur und verbessern die Beweglichkeit. Individuell auf den Patienten zugeschnittene Übungsprogramme steigern Gedächtnis- und Denkfähigkeit.

Sport nach einem Schlaganfall (Rehabilitationssport) fördert auf spielerische Weise die Bewegung und Wahrnehmung, sorgt für neues Selbstbewusstsein und für neue soziale Kontakte der Betroffenen. Rehabilitationssport ist somit eine ideale Ergänzung der gesamten Rehabilitationskette. Angeleitet durch qualifizierte Fachübungsleiter bekommt der Betroffene durch spielerische Bewegung und Gymnastik wieder neuen Kontakt insbesondere zu seiner betroffenen Körperseite. Sport nach Schlaganfall bietet der KORONARSPORT SOEST e. V. in der Gruppe "Schlaganfall-Nachsorgesport" an. Er kann vom Arzt verordnet werden und wird dann über die Krankenkasse abgerechnet.

Sport nach Schlaganfall wird von den Landesverbänden des Deutschen Behindertensportverbandes verantwortet.

Rehabilitationssport nach Schlaganfall

  • fördert die Mobilität,                                                                                      
  • fördert die Alltagskompetenz,
  • fördert die Grob- und Feinmotorik,
  • fördert die physische Leistungsfähigkeit,
  • fördert die Hirnleistung und die kognitiven Funktionen,
  • vermeidet Folgeerkrankungen,
  • stabilisiert den psychischen Zustand (Depressionen, Angst),
  • verbessert die sozialen Kontakte und  
  • hat durch den Gruppeneffekt positive Auswirkungen bezüglich Krankheitsbewältigung, Selbstwertgefühl sowie Motivation.

Quellen: www.herz-info.dewww.schlaganfall-hilfe.de

Sport bei Wirbelsäulenerkrankungen

Erkrankungen der Wirbelsäule und die damit häufig verbundenen Rückenschmerzen betreffen nach neuesten Statistiken jeden dritten Deutschen. Was im Laienverständnis unter dem Begriff "Rückenschmerzen" zusammengefasst ist, verbirgt real eine Vielzahl verschiedener Krankheitsbilder.

Ursächlich für diese steigende Anzahl der Rückenkranken ist einerseits die wachsende Zahl von Arbeitsplätzen mit unphysiologischen Körperhaltungen, ohne dass ein Ausgleich für die Organe des Haltungsapparats in den Arbeitsprozess integriert ist, zum zweiten das zunehmend höher erreichbare Lebensalter der Menschen, das unaufhaltsam verstrickt ist mit dem vermehrten Auftreten von Erkrankungen fast aller Organsysteme, also auch der Wirbelsäule.

Weil sich kaum ein Patient wie der andere behandeln lässt, denn jede Krankheitsgeschichte ist unterschiedlich, muss die Sporttherapie auf den personenbezogenen "Leidensweg" abgestimmt sein; ein einheitliches Therapieverfahren für Patienten mit Erkrankungen der Wirbelsäule existiert nicht.

Aus diesem Grund findet der Sport bei Wirbelsäulenerkrankungen in der Physiotherapiepraxis Rother statt, wo der Einsatz von Geräten gewährleistet und auch häufigere Behandlungen als die übliche einmalige Behandlung pro Woche möglich ist.

Die Wirbelsäulengymnastik beinhaltet eine gezielte Kräftigung der gesamten Bauch- und Rückenmuskulatur. Zweck dieser Gymnastik ist es, Ausdauer, Stabilität, Kräftigung und Koordination einzuüben.

Mobilisieren, Kräftigen, Dehnen - diese drei Trainingsbereiche sind wichtig, um die Funktion der Wirbelsäule zu verbessern. Die Mobilisationsübungen verbessern die Beweglichkeit, Kräftigungsübungen stärken die Muskeln rund um die Wirbelsäule, Dehnungsübungen dienen der Vorbeugung von Muskelverkürzungen.